Weil Zukunft Pflege und Pflege Zukunft braucht!

Pflege ist ein zentrales Thema unserer älter werdenden Gesellschaft. Laut der letzten offiziellen Pflegestatistik von 2015 gibt es 2,9 Millionen Pflegebedürftige. Mittlerweile ist die Zahl auf rund 3,4 Millionen pflegebedürftige Menschen gestiegen. Um sie zu versorgen, arbeiten schon heute mit einer Million Beschäftigten mehr Menschen in der Pflege als in der deutschen Automobilindustrie. Aufgrund des demografischen Wandels wird sich die Zahl der Pflegebedürftigen und auch der Beschäftigten bis zum Jahr 2050 mehr als verdoppeln. Pflege in Deutschland braucht Zukunft – weil eine Zukunft ohne Pflege nicht funktioniert.

Der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) ist seit 2009 die politische, wirtschaftliche und tarifliche Interessensvertretung der namhaftesten und umsatzstärksten Unternehmensgruppen der deutschen Pflegewirtschaft.

Er tritt für die Geschlossenheit der Branche ein und kooperiert mit den wesentlichen Vertretern der Sozialwirtschaft und branchennahen Unternehmen.

Die Mitglieder des Arbeitgeberverbands Pflege setzten sich gemeinschaftlich für eine zukunftsfähige Gestaltung der Altenpflege und für neue Wege bei der Gewinnung von Fach- und Führungskräften ein.
Der Arbeitgeberverband Pflege ist berufenes Mitglied der Pflege-Mindestlohn-Kommission des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und Mitglied der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände.

Allgemein

Kammerbefragung in Hessen: Ergebnis nicht repräsentativ?

In der Zeitschrift „Die Schwester Der Pfleger“ wurde zur Kammerbefragung in Hessen ein Pro und ein Contra veröffentlicht.

Anfang November teilte das hessische Sozialministerium mit, dass sich die Mehrheit der Pflegenden im Land gegen eine Kammer ausgesprochen hatte. Kurz darauf mehrten sich Vorwürfe, die von der Landesregierung beauftragte Befragung sei methodisch nicht einwandfrei erfolgt. Ein berechtigter Vorwurf?

„Die Befragung ist zur Farce verkommen sagt Andrea Kiefer ist Vorstandsvorsitzende des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) Südwest

„Die Befragung erfolgte flächendeckend und fair“ sagt Friedhelm Fiedler ist Vizepräsident des Arbeitgeberverbandes Pflege e.V.

Lesen Sie das Pro und Contra in der Anlage
SP_01_2019_Kammerbefragung_22-23

Allgemein

Der Mindestlohn für Pflegehilfskräfte steigt ab 1. Januar 2019 erneut um 50 Cent auf 11,05 Euro an

Für viele Hilfskräfte in der Altenpflege ist das eine schöne Weihnachtsbotschaft: Der Pflegemindestlohn steigt ab 1. Januar 2019 auf 11,05 Euro und liegt damit weiter deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn, der ebenfalls ab 1. Januar auf 9,19 Euro steigt.

Der Mindestlohn in der Altenpflege steigt zum 1. Januar 2019 erneut an. In Westdeutschland einschließlich Berlin liegt er dann bei 11,05 Euro, das sind 50 Cent pro Stunde mehr als bisher. Für Ostdeutschland, wo die Einkommen auch wegen der niedrigeren Lebenshaltungskosten traditionell über alle Branchen etwas niedriger liegen als im Westen, gibt es dann mindestens 10,55 Euro pro Stunde. Dazu Friedhelm Fiedler, Vizepräsident des Arbeitgeberverbandes Pflege: „Dieser Mindestlohn ist eine Untergrenze der Bezahlung von ungelernten Hilfskräften, die nicht unterschritten werden darf. Die examinierten Pflegefachkräfte, die in einem krisenfesten und zukunftssicheren Beruf arbeiten, verdienen deutlich mehr. Dass der Pflegemindestlohn erheblich über dem gesetzlichen Mindestlohn liegt, ist auch ein Zeichen der Wertschätzung der Beschäftigten, die als Hilfskräfte oder als Betreuer in der Altenpflege arbeiten. Damit setzt sich die Erfolgsstory des Pflegemindestlohns fort, die 2010 mit 8,50 Euro im Westen und 7,50 Euro im Osten begann. Der Arbeitgeberverband Pflege war von Anfang an für einen Mindestlohn in der Altenpflege und hat seitdem alle Verhandlungsrunden positiv begleitet. Im Übrigen wird der Pflegemindestlohn zum 1. Januar 2020 erneut ansteigen, auf dann 11,35 Euro im Westen und 10,85 Euro im Osten. Der Pflegemindestlohn gilt auch für ausländische Pflegeunternehmen, die ihre Arbeitskräfte nach Deutschland entsenden.“

Allgemein

Stellungnahme des Arbeitgeberverbandes Pflege e.V. zum Referentenentwurf eines Fachkräfteeinwanderungsgesetzes des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat

Der Arbeitgeberverband Pflege e.V. erachtet es als zwingend notwendig, einheitliche Regelungen zur Beschäftigung und Rekrutierung ausländischer Pflegekräfte sowie den Prozess der Zuwanderung aus Drittstaaten für den Pflegebereich in einem Fachkräfte-einwanderungsgesetz zu definieren. In allen Bundesländern, speziell auch in ländlichen Regionen, wird es immer schwieriger, Pflegefachkräfte zu rekrutieren. Fachkräfte sind jedoch essentiell, um die gestiegenen Bedarfe der Pflegebedürftigen, als auch die gesetzlichen Vorgaben hinsichtlich einer angemessenen pflegerischen Versorgung erfüllen und sicher-stellen zu können. Wie die Bundesagentur für Arbeit in ihren Arbeitsmarktberichterstattungen immer wieder darstellt, zeigt sich der Fachkräftemangel für examinierte Fachkräfte ausnahmslos in allen Bundesländern. In keinem Bundesland stehen ausreichend arbeitslose Bewerber zur Besetzung der gemeldeten Stellen zur Verfügung. Im Bundesdurchschnitt sind die gemeldeten Stellenangebote für examinierte Fachkräfte gut sechs Monate vakant. Das ist alarmierend und kann zur Bedrohung für Pflegeheimbetreiber werden, wenn die vereinbarten Personalschlüssel nicht mehr erfüllt werden können, dadurch Aufnahmestopps verhängt werden müssen und die Versorgungssicherheit in Gefahr ist. Für die Unternehmen ist die Rekrutierung aus dem Ausland eine wichtige Möglichkeit, um diese offenen Stellen zu besetzen.

Die Stellungnahme finden Sie hier:
Stellungnahme Referentenentwurf Einwanderungsgesetz

Allgemein

2.500 Euro Grundgehalt für die Altenpflegefachkräfte

Auf ihrer Mitgliederversammlung haben sich die Mitglieder des Arbeitgeberverbandes Pflege dafür ausgesprochen, allen Altenpflegefachkräften ein Mindesteinkommen von 2.500 Euro pro Monat zu garantieren.

Dazu Thomas Greiner, Präsident des Arbeitgeberverbands Pflege: ,,Wir plädieren dafür, in einer neuen Kommission zur Regelung der Mindestarbeitsbedingungen in der Pflege nach § 10 ff. Arbeitnehmerentsendegesetz gemeinsam mit den kirchlichen Organisationen Caritas und Diakonie, den großen Wohlfahrtsverbänden, der Gewerkschaft Verdi und den privaten Arbeitgebern nach einer unkomplizierten Lösung zu suchen, die den Pflegefachkräften zügig eine bessere Bezahlung garantiert. Wir sind entschieden der Meinung, dass gute Arbeit fair bezahlt werden sollte. Deshalb muss es bundesweit eine Untergrenze in der Bezahlung auch von Fachkräften geben.“

Mindestlohn Fachkräfte 11122018

Allgemein

Rekrutierung von Pflegekräften aus Drittstaaten: Private Unternehmen dürfen politisch nicht ausgebremst werden

Endlich bekommt auch Deutschland ein zeitgemäßes Einwanderungsgesetz für Fachkräfte. Doch für die privaten Unternehmen ist Gefahr im Verzug. Es gibt etliche Hinweise, dass Politik und staatliche Behörden klammheimlich versucht sein könnten, private Unternehmen sowohl bei der Personalakquise als auch bei der Sprachschulung auszubremsen. Das aber wäre fatal.

Ohne das große Engagement der privaten Pflegeunternehmen wäre es um die Altenpflege in Deutschland schlecht bestellt. Die Privaten stellen rund 50 Prozent aller stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen in Deutschland. Und die Privaten können dank ihres großen Engagements seit Jahren hohe Ausbildungszahlen vorweisen. Sie sind eine wichtige Stütze der Pflege in Deutschland. Zudem waren sie die vergangenen Jahre auch sehr erfolgreich bei der Akquise von Pflegekräften aus EU-Mitgliedsländern und auch aus Drittstaaten. Großen behördlichen und staatlichen Hürden und Widrigkeiten zum Trotz ist es so gelungen, viele Tausende Pflegefachkräfte nach Deutschland zu holen, als die Politik, die kirchlichen und gemeinnützigen Träger davon eher wenig wissen wollten. Dazu Friedhelm Fiedler, Vizepräsident beim Arbeitgeberverband Pflege: ,,Hätten wir uns da auf die oft schwerfälligen Aktivitäten zum Beispiel der Bundesagentur für Arbeit und der ihr zugeordneten Behörden allein verlassen, die Personalnot in der Pflege wäre heute noch viel größer. Wir verlangen jetzt im Rahmen der Einwanderungsreform, dass wir weiter gleichberechtigt akquirieren können und auch, dass bei der Ausbildung von Sprachkompetenz nicht nur das Goethe-Institut zum Zug kommt, welches schon heute erklärtermaßen an Personal- und Prüfermangel leidet. Es gibt auch viele private Sprachausbilder, die mit entsprechender Zertifizierung sehr gute Arbeit leisten. Dieses Potential muss erhalten bleiben und auch gefördert werden. Kurzum: Wenn staatliche Behörden künftig alles an sich reißen, wird die Lage am Ende nicht besser, sondern womöglich schlechter. Die vergangenen Jahre hatte sich der Staat beim Thema Pflege in all seinen Facetten wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Die Privaten verdienen mehr Vertrauen.“