Tarifpolitik aktiv mitgestalten

Hohe Qualität braucht tarifliche Rahmenbedingungen

Angesichts der Herausforderungen unserer Zeit ist eine Bündelung der Kräfte wichtig. Stationäre und ambulante Pflegeunternehmen repräsentieren eine Zukunftsbranche und müssen sich in die Gestaltung dieser Zukunft einbringen.

Der Arbeitgeberverband Pflege schafft die Voraussetzung, um die tarifpolitische Debatte aktiv zu begleiten. Er setzt sich dafür ein, auch tarifpolitisch die Rahmenbedingungen zu schaffen, die die hohe Qualität der Pflege in Deutschland sichern und weiter ausbauen.

Pflege muss zukunftsfähig gestaltet werden. Dazu gehört, dass Pflege finanzierbar bleibt. Eine verantwortungsvolle Lohnpolitik ist nötig. Der Arbeitgeberverband Pflege sieht die aktuelle Pflegearbeitsbedingungenverordnung, in der die Lohnuntergrenzen festgelegt werden, von der vor allem Pflegehilfskräfte profitieren, als fair und angemessen an.

Am 28. Januar 2020 hat sich die Kommission zur Erhöhung der Pflegelöhne für Beschäftigte in der Altenpflege geeinigt: Ab 1. Juli 2020 sind die Löhne für Pflegehilfskräfte im Osten und im Westen in vier Schritten auf einheitlich 12,55 Euro pro Stunde gestiegen. Die Angleichung der regional unterschiedlichen Pflegelöhne ist zum 1. September 2021 endgültig vollzogen worden.

Die Kommission zur Erhöhung der Pflegelöhne hat darüber hinaus zum ersten Mal auch eine Lohnuntergrenze für qualifizierte Pflegehilfskräfte und für Pflegefachkräfte festgelegt.
Am 1. April 2021 sind für qualifizierte Pflegehilfskräfte im Osten ein Stundenlohn in Höhe von 12,20 Euro und im Westen in Höhe von 12,50 Euro eingeführt worden. Die Ost-West-Angleichung wurde zum 1. September 2021 auf einheitlich 12,50 Euro pro Stunde vollzogen. Ab 1. April 2022 soll der Stundenlohn für qualifizierte Pflegehilfskräfte auf 13,20 Euro steigen. Am 1. Juli 2021 wurde für Pflegefachkräfte eine einheitliche Lohnuntergrenze in Höhe von 15,00 Euro eingeführt. Ab 1. April 2022 soll diese für Pflegefachkräfte auf 15,40 Euro steigen.