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Pflege muss bezahlbar werden – egal, wer die Rechnung zahlt

Die Kosten für einen Platz im Pflegeheim sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen – die Eigenanteile liegen inzwischen bei durchschnittlich 3542 Euro. Der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) begrüßt, dass einzelne Bundesländer gegensteuern, und fordert eine konsequente Reform, die Pflegekosten senkt.

Dazu erklärt AGVP-Präsident Thomas Greiner: „Pflege wird immer teurer. Die Politik streitet meist darüber, wer die Rechnung zahlt – Beitragszahler, Steuerzahler oder Pflegebedürftige. Das löst das Problem nicht.

Nordrhein-Westfalen geht jetzt einen anderen Weg: weniger Bürokratie, mehr Kapazitäten für die stationäre Versorgung. Starre Fachkraftquoten abschaffen und größere Einrichtungen mit einer Richtgröße von 120 statt bislang 80 Plätzen ermöglichen – so lassen sich mehr Pflegeplätze schaffen und die Kosten spürbar senken.

Pflege im Heim wird wieder bezahlbar, wenn wir Effizienz ermöglichen, statt sie zu blockieren. Deshalb müssen weniger Bürokratie und flexible Vorgaben Maßstab der Pflegereform sein. Wenn die Politik weiter nur Kosten verschiebt, bleiben die Versorgungssicherheit gefährdet und die Pflege unbezahlbar.“

Hintergrund
Pflegekassen zahlen für die stationäre Versorgung einen festen Betrag je nach Pflegegrad. Darüberhinausgehende Kosten tragen Pflegebedürftige über den Eigenanteil – abzüglich eines prozentualen Anteils je nach Verweildauer im Pflegeheim. Die rechnerischen Eigenanteile sind nach Angaben des Verbands der Ersatzkassen (vdek) in den letzten fünf Jahren von 2068 Euro auf 3542 Euro gestiegen. Können Pflegebedürftige diese Kosten nicht aufbringen, übernimmt das Sozialamt.

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