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BAGAP kritisiert Kabinettsbeschlüsse: Ein Schritt rückwärts – Neuer Flaschenhals bei der Zuwanderung von Pflegekräften aus dem Balkan

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Ausländische Pflegekräfte (BAGAP) begrüßt die vom Bundeskabinett beschlossene Verlängerung der sogenannten Balkanregelung im § 26 Beschäftigungsverordnung. Dennoch bestehen starke Bedenken bezüglich des festgelegten Kontingents von 25.000 Personen. Nicht nachvollziehbar ist auch, weshalb sich der Gesetzgeber für eine Verlängerung von nur zwei Jahren entscheidet.

Dazu die Sprecherin der BAGAP, Isabell Halletz: ,,Die Balkanregelung zu verlängern, ist eine wichtige politische Entscheidung, um die erleichterte Zuwanderung aus diesen Ländern weiter zu ermöglichen. Allerdings ist es unverständlich, weshalb künftig eine Begrenzung auf 25.000 Personen und nur eine Verlängerung um zwei weitere Jahre vorgenommen werden. Alleine im Jahr 2018 wurden bereits über 23.000 Anträge auf Anerkennung beruflicher Qualifikationen aus den Balkanländern gestellt – Tendenz stark steigend. Aus Sicht der BAGAP ist es daher absolut fatal, die Zuwanderung aus den Balkanländern per Gesetz einzuschränken. Mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz hat die Politik bereits erkannt, dass für die Pflegeunternehmen die Rekrutierung aus dem Ausland ein wichtiger Baustein für die Fachkräftegewinnung und damit die Sicherung der pflegerischen Versorgung ist. Warum geht der Gesetzgeber nun einen Schritt rückwärts und schafft einen weiteren Flaschenhals in der Zuwanderung für alle?“

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Die Bundesarbeitsgemeinschaft Ausländische Pflegekräfte (kurz: BAGAP) ist seit 2018 die übergeordnete, trägeroffene Interessenvertretung der Pflegeeinrichtungen, Schulen und Weiterbildungsinstitutionen, in der Vermittlung tätige Unternehmen und Verbände. Als deutschlandweit einmalige Plattform vernetzt sie alle beteiligten Akteure zu Themen der Rekrutierung und Beschäftigung ausländischer Pflegekräfte in Deutschland. Die BAGAP ist Ansprechpartnerin für alle gesellschaftlichen Stakeholder in Politik und Wirtschaft.