Weil Zukunft Pflege und Pflege Zukunft braucht!

Pflege ist ein zentrales Thema unserer älter werdenden Gesellschaft. Laut der letzten offiziellen Pflegestatistik von 2019 gibt es mittlerweile 4,1 Millionen Pflegebedürftige. Um sie zu versorgen, arbeiten schon heute mit deutlich mehr als einer Million Beschäftigten mehr Menschen in der Pflege als in der deutschen Automobilindustrie. Aufgrund des demografischen Wandels wird sich die Zahl der Pflegebedürftigen und auch der Beschäftigten bis zum Jahr 2050 mehr als verdoppeln. Pflege in Deutschland braucht Zukunft – weil eine Zukunft ohne Pflege nicht funktioniert.

Der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) ist seit 2009 die politische, wirtschaftliche und tarifliche Interessensvertretung der namhaftesten und umsatzstärksten Unternehmensgruppen der deutschen Pflegewirtschaft.

Er tritt für die Geschlossenheit der Branche ein und kooperiert mit den wesentlichen Vertretern der Sozialwirtschaft und branchennahen Unternehmen.

Die Mitglieder des Arbeitgeberverbands Pflege setzten sich gemeinschaftlich für eine zukunftsfähige Gestaltung der Altenpflege und für neue Wege bei der Gewinnung von Fach- und Führungskräften ein.
Der Arbeitgeberverband Pflege ist berufenes Mitglied der Pflege-Mindestlohn-Kommission des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und Mitglied der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände.

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FÜR DIE STÄRKUNG DER SPRACHLICHEN UND INTERKULTURELLEN AUSBILDUNG VON AUSLÄNDISCHEN FACHKRÄFTEN

Das Goethe-Institut hat am Mittwoch eine Kooperationsvereinbarung mit dem Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) und der Bundesarbeitsgemeinschaft Ausländische Pflegekräfte (BAGAP) unterzeichnet. Ziel der Vereinbarung ist, die Qualität der sprachlichen und interkulturellen Ausbildung von ausländischen Fachkräften und Auszubildenden sicherzustellen.

Deutschland benötigt bis 2030 bis zu 3 Millionen Fachkräfte, ca. 30.000 fehlen aktuell in den Pflegeberufen. Das private wie öffentliche Gesundheitssystem setzt auf qualifizierte Zuwanderer*innen. Für ihre hochwertige und effektive sprachliche wie interkulturelle Ausbildung hat das Goethe-Institut am Mittwoch, den 21. Juli, mit dem Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) und der Bundesarbeitsgemeinschaft Ausländische Pflegekräfte (BAGAP) eine Kooperationsvereinbarung beschlossen.

„Die Kooperationsvereinbarung spiegelt unsere gemeinsamen Ziele wider“, erklärte Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts, bei der Unterzeichnung. „Wir wollen ausländischen Pflegekräften eine fundierte sprachliche und interkulturelle Vorbereitung und ein gutes Ankommen ermöglichen. Außerdem wollen wir gemeinsam an einer zukunftsfähigen Gestaltung der Fachkräftezuwanderung arbeiten, unter fairen Bedingungen für alle Beteiligten, auch die Herkunftsgesellschaften.”

Isabell Halletz, Geschäftsführerin des AGVP und Sprecherin der BAGAP, sagte: „Die Sprache öffnet die Tür zu gesellschaftlicher Teilhabe und erfolgreicher Integration. Deshalb bündeln wir gemeinsam mit dem Goethe-Institut unsere Kräfte, um die ausländischen Pflegekräfte von morgen optimal sprachlich und interkulturell auf ihre Tätigkeiten in Deutschland vorzubereiten.“
Die verstärkte Zusammenarbeit zwischen AGVP, BAGAP und dem Goethe-Institut beinhaltet u.a. den Ausbau spezifischer Sprachlern- und Vorbereitungsangebote für Pflegekräfte im Ausland und in Deutschland, die gemeinsame Information von potentiellen Pflegekräften zu Arbeits- und Einsatzmöglichkeiten in Deutschland und die Verständigung darauf, bei der Rekrutierung und Qualifizierung von ausländischen Fachkräften und Auszubildenden ethische Standards einzuhalten.
Weitere Informationen zur Fachkräftequalifizierung des Goethe-Instituts finden Sie hier: https://www.goethe.de/de/spr/eng/fkq.html

Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Mit 158 Instituten in 98 Ländern fördert es die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland, pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit und vermittelt ein aktuelles Deutschlandbild. Durch Kooperationen mit Partnereinrichtungen an zahlreichen weiteren Orten verfügt das Goethe-Institut insgesamt über rund 1.000 Anlaufstellen weltweit.

Der AGVP ist die politische, wirtschaftliche und tarifliche Interessensvertretung der namhaftesten und umsatzstärksten Unternehmensgruppen der deutschen Pflegewirtschaft. Die Mitglieder des Arbeitgeberverbands Pflege setzen sich gemeinschaftlich für eine zukunftsfähige Gestaltung der Altenpflege und für neue Wege bei der Gewinnung von Fach- und Führungskräften ein.

Die BAGAP vertritt die Interessen von Pflegeunternehmen, Weiterbildungsinstitutionen, in der Vermittlung tätigen Unternehmen und Verbände insbesondere zum Thema der Rekrutierung und Beschäftigung ausländischer Pflegekräfte in Deutschland.

2021_07_21_Pressemitteilung_Kooperationsvereinbarung_AGVP_BAGAP_FINAL

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Stationäre Pflege wird im Osten zur Luxusversorgung

Zum heute im Bundestag beschlossenen Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung erklärt Isabell Halletz, Geschäftsführerin des Arbeitgeberverbands Pflege e.V.:

„Trotz stetig steigender Löhne in der Altenpflege hat sich die Politik in die Sozialpartnerschaft eingemischt und die tarifliche Entlohnung als zwingende Voraussetzung für die Leistungserbringung in der stationären Altenpflege zementiert. Bereits heute verdienen 75 Prozent der Pflegefachkräfte auch ohne flächendeckende Tarifentlohnung über 3.000 Euro brutto in Vollzeit. Mit durchschnittlich 3.363 Euro pro Monat bestätigte das Statistische Bundesamt erstmals höhere Löhne für die Altenpfleger*innen im Vergleich zur Gesamtwirtschaft. Die Faktenlage hat die Abgeordneten des Bundestags nicht davon abgehalten, massiv in die unternehmerischen Freiheiten und die Lohnfindung einzugreifen. Damit die Verpflichtung zur tariflichen oder tarifähnlichen Bezahlung nicht zu Versorgungsunsicherheiten führt und voll zu Lasten der Arbeitgeber geht, müssen höhere Löhne vom ersten Geltungstag an auch voll refinanziert werden. Gesetze beschließen, ohne die Folgen, die sich daraus ergeben zu bedenken, ist nicht mit seriöser Politik in Einklang zu bringen. Es dürfen keine Finanzierungslücken entstehen, die dann auf die Pflegebedürftigen umgelegt werden müssten. Denn der Kostentsunami für die Pflegebedürftigen, deren Angehörige und Pflegekassen ist bereits programmiert. Die Regelung zur Begrenzung der Eigenanteile ist eine reine Mogelpackung. Vor allem in den ehemaligen ostdeutschen Bundesländern wird der stationäre Pflegeplatz zum Luxusgut werden und die Kommunen müssen sich bei klammen Kassen auf eine Antragsflut zur Hilfe zur Pflege einstellen. Später wird man nicht sagen können, es hat uns keiner darauf hingewiesen, was aus diesem Gesetz folgt.
Die Pflegereform selbst ist ein übler Bruch der Politik mit der gelebten Tarifautonomie und eine weitere Bevormundung für Pflegeunternehmen.“

PM GVWG 11062021

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Appell an die Bundestagsabgeordneten: Pflege-Schutzschirm weiter aufgespannt lassen

In der morgigen 233. Sitzung des Deutschen Bundestages am 10.06.2021 soll das Fortbestehen der epidemischen Lage von nationaler Tragweite festgestellt und beschlossen werden. Bereits heute, am 9. Juni 2021, wurden weitere Überbrückungshilfen für Wirtschaftsunternehmen beschlossen. Analog dazu ist die Fortführung des Pflege-Schutzschirmes für Pflegeunternehmen zwingend notwendig. Dazu erklärt Isabell Halletz, Geschäftsführerin des Arbeitgeberverbandes Pflege e.V.:

„Die Fortgeltung des Pflege-Schutzschirmes und damit die Erstattung der Mindereinnahmen und Mehrausgaben ist für Pflegeeinrichtungen und ambulante Dienste existenzsichernd. Vor allem brauchen die Pflegeunternehmen Planungssicherheit für die Zeit ab dem 1. Juli. Noch immer verzeichnen sie Einnahmeausfälle, weil kurzfristig Pflegeplätze abgesagt oder Aufträge storniert werden. Und auch Pflegekräfte fallen noch immer pandemiebedingt aus. Damit der Schutzschirm auch über den 30. Juni hinaus die Unternehmen weiter vor personellen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten schützen kann, appellieren wir an die Abgeordneten des Bundestages: Lassen Sie nach all den Anstrengungen die Pflegeeinrichtungen und ambulanten Dienste jetzt nicht im Regen stehen.“

PM Schutzschirm-0906

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Hände weg vom Tarifzwang für die Altenpflege

Anlässlich der Beratungen zum Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG) in der heutigen Sitzung des Gesundheitsausschusses im Bundestag erklärt Isabell Halletz, Geschäftsführerin des Arbeitgeberverbandes Pflege e.V.:

„Seit 1999 hat sich die Anzahl der in der Altenpflege Beschäftigten (ambulant und stationär) auf knapp 1 Mio. Beschäftigte verdoppelt. Die Mehrheit der Pflegekräfte arbeitet in Pflegeheimen und verdient laut Bundesagentur für Arbeit mit durchschnittlich 3.363 €/Monat brutto mehr, als der Durchschnitt der Beschäftigten in der Gesamtwirtschaft. In den letzten 10 Jahren sind die Gehälter in der Altenpflege um 38,6 % gestiegen. Jahr für Jahr gibt es neue Ausbildungsrekorde. Im 10-Jahres-Vergleich haben ein Viertel mehr Azubis ihre Ausbildung abgeschlossen. Und auch die Zahl der ausländisch anerkannten Berufsabschlüsse wächst. Damit beweist die Pflegebranche, wie attraktiv und konkurrenzfähig sie im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbranchen geworden ist. Diese enorme Entwicklung der vergangenen Jahre, zu denen auch die Arbeitgeber in der Altenpflege beigetragen haben, muss endlich anerkannt werden. Staatliche Eingriffe in der Lohnfindung müssen endlich aufhören. Zusammenfassend kann nur gesagt werden: Hände weg vom Tarifzwang für die Altenpflege.“

PM Tarif